Homosexualität – ARD Wien https://www.ard-wien.de ARD Wien Website Wed, 14 Aug 2019 13:48:40 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4 https://hayvan-storage-wordpress-master-studiowien.s3.amazonaws.com/uploads/2016/02/cropped-wien_favicon_512-1-32x32.png Homosexualität – ARD Wien https://www.ard-wien.de 32 32 Orbans Ungarn vs. Coca-Cola https://backup.ard.wien/2019/08/14/wirbel-um-cola-werbung-mit-homosexuellen-paaren-in-ungarn/ https://backup.ard.wien/2019/08/14/wirbel-um-cola-werbung-mit-homosexuellen-paaren-in-ungarn/#respond Wed, 14 Aug 2019 13:48:40 +0000 https://backup.ard.wien/?p=63661 Wirbel um Werbung mit homosexuellen Paaren Homosexualität? Ja, Ok, wenn es sein muss, aber bitte nur in den eigenen vier Wänden. Das ist ungefähr die Position der Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban. Entsprechend sind auch die Reaktionen in konservativen und rechten Kreisen des Landes auf die aktuelle Werbekampagne des Getränkeriesen Coca-Cola. Anlässlich des großen Musikfestivals […]

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Wirbel um Werbung mit homosexuellen Paaren

Homosexualität? Ja, Ok, wenn es sein muss, aber bitte nur in den eigenen vier Wänden. Das ist ungefähr die Position der Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban. Entsprechend sind auch die Reaktionen in konservativen und rechten Kreisen des Landes auf die aktuelle Werbekampagne des Getränkeriesen Coca-Cola. Anlässlich des großen Musikfestivals „Sziget“ hat das US-Unternehmen jetzt auch in Ungarn seine „Love is Love“-Kampagne gestartet. Artikel auf www.ard-wien.de lesen

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Wenn Diskriminierung Alltag ist https://backup.ard.wien/2018/10/03/die-mazedonische-lgbti-aktivistin-biljana-ginova/ https://backup.ard.wien/2018/10/03/die-mazedonische-lgbti-aktivistin-biljana-ginova/#respond Wed, 03 Oct 2018 11:59:43 +0000 https://backup.ard.wien/?p=59340 Die mazedonische LGBTI-Aktivistin Biljana Ginova Artikel auf www.ard-wien.de lesen

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Die mazedonische LGBTI-Aktivistin Biljana Ginova

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Lebensgefährlich provokant: Der Künstler Dante Buu https://backup.ard.wien/2017/05/19/dante-buu-und-seine-kunst/ https://backup.ard.wien/2017/05/19/dante-buu-und-seine-kunst/#respond Fri, 19 May 2017 04:00:32 +0000 https://backup.ard.wien/?p=50949 Ausstellung in Sarajevo In der Galerie für zeitgenössische Kunst „DUPLEX100m2“ in Sarajevo kann man bis Ende Mai die erste selbständige Ausstellung des Künstlers Dante Buu besichtigen. Mit drei Werken provoziert der 28-Jährige die patriarchale bosnische Gesellschaft. Artikel auf www.ard-wien.de lesen

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Ausstellung in Sarajevo

In der Galerie für zeitgenössische Kunst „DUPLEX100m2“ in Sarajevo kann man bis Ende Mai die erste selbständige Ausstellung des Künstlers Dante Buu besichtigen. Mit drei Werken provoziert der 28-Jährige die patriarchale bosnische Gesellschaft. Artikel auf www.ard-wien.de lesen

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Florin Buhuceanu - ein mutiger Kämpfer für Gleichberechtigung in Rumänien https://backup.ard.wien/2016/12/25/jahresrueckblick-2016-andrea-beer/ https://backup.ard.wien/2016/12/25/jahresrueckblick-2016-andrea-beer/#respond Sun, 25 Dec 2016 07:00:23 +0000 https://backup.ard.wien/?p=46107 Jahresrückblick Andrea Beer ACCEPT setzt sich für Gleichberechtigung ein. Von Schwulen und Lesben, sowie weiteren Menschen die nicht als Mann und Frau heiraten oder Familie gründen wollen. Das ist eine gefährliche Arbeit. „Ich bin angegriffen worden und es gab auch Attacken auf meine Wohnung. Aber das muss man auf sich nehmen, wenn man sich für […]

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Jahresrückblick Andrea Beer

ACCEPT setzt sich für Gleichberechtigung ein. Von Schwulen und Lesben, sowie weiteren Menschen die nicht als Mann und Frau heiraten oder Familie gründen wollen. Das ist eine gefährliche Arbeit. „Ich bin angegriffen worden und es gab auch Attacken auf meine Wohnung. Aber das muss man auf sich nehmen, wenn man sich für Menschenrechte einsetzt. Man kann sich nicht ein Leben lang verstecken oder ängstlich umsehen.“ sagt Florin Buhuceanu. Artikel auf www.ard-wien.de lesen

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"Ana ist willkommen" https://backup.ard.wien/2016/08/18/homosexualitaet-in-serbien/ https://backup.ard.wien/2016/08/18/homosexualitaet-in-serbien/#respond Thu, 18 Aug 2016 04:00:57 +0000 https://backup.ard.wien/?p=41347 Erste offen homosexuelle Ministerin in Serbien Die erfahrene Managerin Ana Brnabic lebt homosexuell und ist die erste Ministerin in der Geschichte Serbiens, die das auch öffentlich thematisiert. Artikel auf www.ard-wien.de lesen

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Erste offen homosexuelle Ministerin in Serbien

Die erfahrene Managerin Ana Brnabic lebt homosexuell und ist die erste Ministerin in der Geschichte Serbiens, die das auch öffentlich thematisiert. Artikel auf www.ard-wien.de lesen

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https://backup.ard.wien/2015/05/23/wien-im-conchita-rausch-aber-wie-tolerant-ist-oesterreich-wirklich/ https://backup.ard.wien/2015/05/23/wien-im-conchita-rausch-aber-wie-tolerant-ist-oesterreich-wirklich/#respond Sat, 23 May 2015 10:45:35 +0000 https://backup.ard.wien/?p=23223 „Es geht um die Gemeinschaft. Wir fahren jedes Jahr zum Eurovision Song Contest, egal wo er stattfindet“, sagt einer der vielen ESC-Blogger bei einer Party im Fancafé. Tatsächlich bekommt man in diesen Tagen in Wien das Gefühl, dass es beim ESC nicht nur um die Musik geht, sondern vor allem darum mit Menschen aus ganz […]

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„Es geht um die Gemeinschaft. Wir fahren jedes Jahr zum Eurovision Song Contest, egal wo er stattfindet“, sagt einer der vielen ESC-Blogger bei einer Party im Fancafé. Tatsächlich bekommt man in diesen Tagen in Wien das Gefühl, dass es beim ESC nicht nur um die Musik geht, sondern vor allem darum mit Menschen aus ganz Europa eine große, friedliche Party zu feiern. Zu Tausenden sind die Fans angereist – darunter viele homosexuelle Männer, die nicht erst seit Conchita den ESC für sich entdeckt haben. Neben einer großen Musikshow ist der Eurovision Song Contest ein Event, das sich Gleichberechtigung und Toleranz auf die Fahnen schreibt. Auch Wien zeigt sich in diesen Tagen von seiner Regenbogenseite. Gleichgeschlechtliche Ampelmännchen und Conchita Wurst an allen Ecken und Enden lassen die Stadt offen und tolerant erscheinen. Doch wer etwas abseits der ESC-Hotspots nachfragt, bekommt auch eine andere Seite zu sehen.

Beitrag: Susanne Glass | Kamera: Alex Godgraber/Markus Grohs | Schnitt: Günter Stöger

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https://backup.ard.wien/2015/01/27/azis-roma-mann-frau-erfolg-gegen-alle-konventionen-suedost-sound/ https://backup.ard.wien/2015/01/27/azis-roma-mann-frau-erfolg-gegen-alle-konventionen-suedost-sound/#respond Tue, 27 Jan 2015 09:58:27 +0000 https://backup.ard.wien/?p=18643 Sein goldener Eckzahn blitz im Scheinwerferlicht. Mädchen kreischen um die Wette, einem jungen Mann versagen die Beine ihren Dienst. „Ich liebe euch!“, ruft Azis auf Deutsch, Serbisch und Bulgarisch in die Menge. Die Fans strecken ihre Arme in die Höhe und singen gemeinsam mit ihrem Idol: „Ale-le-ley, pak… Ale-le-ley, pak…“. Dann wendet Azis der Menge […]

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Sein goldener Eckzahn blitz im Scheinwerferlicht. Mädchen kreischen um die Wette, einem jungen Mann versagen die Beine ihren Dienst. „Ich liebe euch!“, ruft Azis auf Deutsch, Serbisch und Bulgarisch in die Menge. Die Fans strecken ihre Arme in die Höhe und singen gemeinsam mit ihrem Idol: „Ale-le-ley, pak… Ale-le-ley, pak…“. Dann wendet Azis der Menge seine Rückseite zu. Verführerisch pendelt sein Hintern und das Publikum tobt. Ob männlich oder weiblich, der bulgarischer Sänger bedient alle Phantasien. Mit diesem Hüftschwung und seinen Pop-Folk Melodien singt sich Azis bereits seit einigen Jahren in die Herzen vieler Bulgaren, Serben und Mazedonier. Vergangen Freitag endlich das erste – heiß ersehnte – Konzert in Wien.

Eine Selbstverständlichkeit ist die große Popularität des bulgarischen Sängers aber nicht: Azis pflegte lange das Image eines Transsexuellen und heiratete 2006 einen Mann. Eine Heirat, die in Bulgarien rechtlich nicht anerkannt ist. In den Herkunftsländern seiner Fans ist die Diskriminierung Homosexueller Alltag. Das Publikum in Wien sieht das anders: „Er ist ein Künstler, er darf das“, sagt der bulgarisch-stämmige Deni. „Man muss Azis als Gesamtkunstwerk sehen“. „Wir mögen ihn nicht als Mann und auch nicht als Frau, sondern einfach als Person“ sagt Branka aus Serbien.

Von seinem Mann hat sich Azis mittlerweile wieder scheiden lassen und sein Äußeres löst keine Skandale mehr aus. Mit Vollbart und ganz ohne Lidschatten und Lippenstift kann man nur noch manchmal seine Vergangenheit erahnen, wenn Azis sein kariertes Hemd aufknüpft und aufreizend an seiner Brust reibt. In einem aktuellen Video prügelt er sich im Dress eines Footballspielers im Schlamm und macht sexuelle Andeutungen mit seiner Duett-Partnerin.

Seine neue Männlichkeit erfreut viele seiner Fans: „Als Mann gefällt er mir viel besser“, sagt Fadil, der mit seiner Freundin das Konzert besucht. „Ich mag seinen Style, vor allem seinen Bart“. Fadil sieht Azis zum Verwechseln ähnlich und trägt die gleiche Gesichtsbehaarung. Auch sein blaues Hemd mit weißen Stickereien erinnert an den Sänger, der gerade auf der Bühne steht. „Das ist Zufall, wir haben eben den gleichen Geschmack.“ Fadil ist nicht der einzige Azis-Doppelgänger im Publikum. Sašа wird von seiner kleinen Tochter immer mit Azis verglichen: „Ich habe meinen Bart schon seit sechs Jahren. Azis hat mich wahrscheinlich kopiert“, sagt Sašа schmunzelnd, dass er selbst aber eine feminine Seite hat, weist er vehement zurück.

Und seine Fans sind sich einig, dass Azis‘ frühere Auftritte mit weiß gefärbtem Bart, Silikonbrüsten und knappen Frauenkleidern nur Show waren: „Irgendwie muss er ja sein Geld verdienen. Als Rom in Bulgarien muss man es erstmal fertigbringen, so berühmt zu werden“, sagt Dashurija, die selbst eine Romni ist. Vielen hier spricht sie damit aus der Seele, denn Azis Erfolg ist erstaunlich. Er widerspricht extrem dem gesellschaftlichen Idealbild auf dem Balkan: „Keiner mag ihn, aber alle lieben ihn“, sagen Claudia und Alexa, zwei Österreicherinnen. Sie haben Bulgarien als Urlaubsland entdeckt und werden seither von Azis magisch angezogen. Mit der Songcontest-Gewinnerin Conchita Wurst könne man Azis aber nicht vergleichen, meint die Bulgarin Cantu. „Conchita Wurst ist nur ein kurzfristiger Medienhype. Azis gehört schon lange zu uns. Er ist unser King of Pop in Bulgarien“.

Mitarbeit: Isabella Purkart

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https://backup.ard.wien/2015/01/17/protestkuessen-vorm-caf-prueckl-in-wien/ https://backup.ard.wien/2015/01/17/protestkuessen-vorm-caf-prueckl-in-wien/#comments Sat, 17 Jan 2015 03:00:11 +0000 https://backup.ard.wien/?p=18413 Ein Beitrag von Stephan OZsvath Ein Kuss ist bekanntlich eine ziemlich komplizierte Sache. Nicht jede und jeder beherrscht sie auf die gleiche Weise. Ein Kuss kann zärtlich sein. Himmlisch. Fordernd. Aufdringlich. Ein Bruderkuss. Ein Judaskuss. Er kann Lust auf mehr oder auch auf weniger machen. Ein Begrüßungskuss. Der erste Kuss, der letzte Kuss….Seltener ist ein Protestkuss. […]

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Ein Beitrag von Stephan OZsvath
"Ob homo oder hetero, knutschen tut man anderswo." Mit diesem Slogan gaben die Gegendemonstranten zum Protestküssen ihre Meinung kund. Foto: BR I Stephan Ozsvath
„Ob homo oder hetero, knutschen tut man anderswo.“ Mit diesem Slogan gaben die Gegendemonstranten zum Protestküssen ihre Meinung kund. Foto: BR I Stephan Ozsvath

Ein Kuss ist bekanntlich eine ziemlich komplizierte Sache. Nicht jede und jeder beherrscht sie auf die gleiche Weise. Ein Kuss kann zärtlich sein. Himmlisch. Fordernd. Aufdringlich. Ein Bruderkuss. Ein Judaskuss. Er kann Lust auf mehr oder auch auf weniger machen. Ein Begrüßungskuss. Der erste Kuss, der letzte Kuss….Seltener ist ein Protestkuss. Normalerweise. Aber in Wien gab’s am Freitag davon gleich hunderte oder tausende. Ja, vielleicht sogar zehntausende! So genau konnten wir das nicht zählen. Und alle vor dem Traditionscafé Prückel. Die Küssenden protestierten dagegen, dass dessen Chefin ein lesbisches Paar aus dem Lokal geworfen hat, weil sich die Frauen zur Begrüßung geküsst hatten. Auch wir haben hier auf dem Blog darüber berichtet. Vom Prückel aus hätten Besitzerin, Kellner und Gäste heute einen wunderbaren Blick auf hunderte knutschende Pärchen gehabt. Allerdings legte das Kaffeehaus heute wohlweislich einen außerordentlichen Ruhetag ein. Aber wir haben die schönsten Szenen für die Nachwelt festgehalten.

Beitrag: Susanne Glass I Kamera: Valentin Platzgummer I Schnitt: Christine Dériaz

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https://backup.ard.wien/2014/07/07/budapest-pride-2014-absperrungen-trennen-hass-und-gute-laune/ https://backup.ard.wien/2014/07/07/budapest-pride-2014-absperrungen-trennen-hass-und-gute-laune/#respond Mon, 07 Jul 2014 11:03:49 +0000 https://backup.ard.wien/?p=10235 Budapest Pride im Zeichen der Homophobie, Stephan Ozsváth berichtet: Es ist ein heißer Sommertag: mehr als 30 Grad im Schatten. Trotz Hitze bummeln Touristenscharen durch die Innenstadt von Budapest. Alles scheint wie immer, nur vor dem Parlament steht eine ungewöhnlich große Zahl von Polizisten. Es ist nicht das schöne Wetter, das sie auf die Straße […]

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Nur hinter einer Absperrung und unter Polizeischutz ist die Budapest Pride möglich. Foto: BR | Attila Poth
Hinter Absperrung und unter Polizeischutz ist die Budapest Pride möglich. Foto: BR | Attila Poth

Budapest Pride im Zeichen der Homophobie, Stephan Ozsváth berichtet:

Hier gehts zur Budapest Pride. Foto: BR | Attila Poth
Hier gehts zur Budapest Pride. Foto: BR | Attila Poth

Es ist ein heißer Sommertag: mehr als 30 Grad im Schatten. Trotz Hitze bummeln Touristenscharen durch die Innenstadt von Budapest. Alles scheint wie immer, nur vor dem Parlament steht eine ungewöhnlich große Zahl von Polizisten. Es ist nicht das schöne Wetter, das sie auf die Straße drängt und auch das Parlament bedarf heute keiner besonderen Sicherheitsvorkehrungen. Der Grund ist der Budapest Pride 2014 und vor allem die übliche Gegendemonstration. Denn in Ungarn kann man ein Fest der Offenheit, Vielfalt und Toleranz nicht ohne Gegner feiern.

Schon am Ausgang der Metrostation beobachte ich eine äußerst skurrile Begebenheit: Pride-Organisatoren stehen dort mit Hinweisschildern und leiten Sympathisanten und Teilnehmer durch Absperrungen in eine Richtung, Gegendemonstranten in die andere. Je nach Gesinnung findet man sich in seinem Demonstrationsbereich wieder. Plötzlich entsteht ein wildes Durcheinander, als zehn schwarzgekleidete, glatzköpfige Männer – offensichtlich Gegendemonstranten – versuchen zum offiziellen Demonstrationszug zu gelangen. Einer von ihnen trägt einen auffälligen Hut mit langer Kielfeder. Er ist laut, schreit und flucht. Man spürt den Hass. So viel Energie gegen etwas, was doch eigentlich Niemandem schadet, denke ich traurig. Der Mann mit dem Hut ist der Bürgermeister von Érpatak, einem kleinen Dorf in der nordostungarischen Provinz. Er gehört zur Jobbik, der rechtextremistischen Partei Ungarns. Unterstützt wird sein Ausbruch von 5-6 jungen Männern, die mit ihren schwulenfeindlichen Transparenten, die Ausschließlichkeit der Heterofamilie propagieren. „100 Prozent von Gott genehmigt“, lautet ihre homophobe Parole. So viel Hass, Wut und Aggressivität habe ich selten erlebt. Irgendwie gelingt es Polizei und Organisatoren diesen Tumult aufzulösen und die wütenden Gegendemonstranten in die ihnen zugewiesen Bereiche zu bugsieren, wo sie mit ihren Hassparolen unter sich bleiben.

Die Veranstaltung wird von den Gegendemonstranten aufmerksam beobachtet und sogar gefilmt. Foto: BR | Attila Poth
Die Veranstaltung wird von den Gegendemonstranten aufmerksam beobachtet und sogar gefilmt. Foto: BR | Attila Poth

Hinter der Absperrung empfängt mich eine andere Welt: Musik, gute Laune, es wird viel gelacht. Die Angst, die ich vor der Absperrung spürte, ist verflogen. Ich sehe junge und alte Pärchen, Heteros und Homos zusammen. Familien mit Kinder und Hund, viele halten winzige Pride-Fähnchen in der Hand. Sympathisanten und Teilnehmer verhalten sich sehr zurückhaltend, dezent: ich sehe nur einige halbnackte Männer, oder (nach ungarischen Maßstäben) extrem gekleidete Männer, Frauen und Transvestiten. Was mir auffällt, sind die vielen Kinderwagen und Hunde. Eine echt familiäre Atmosphäre, denke ich. Fast wie in „normalen“ Städten wie Köln, London oder Paris. Nur, dass es dort keine Absperrungen gibt.

Impressionen der Budapest Pride:

Ich stoße auf deutsche Studenten, die bereitwillig vor meiner Kamera posieren und sich freuen, dass die ARD dabei ist. Einheimische drehen mir freundlich aber bestimmt den Rücken zu, sie wollen nicht gefilmt werden. Sie haben Angst, später erkannt zu werden und fürchten sich vor Repressionen.

Ja, leider ist in meinem Ungarn die Gesellschaft lange nicht mehr so tolerant wie noch vor fünf, sechs Jahren. Aber was kann man auch erwarten, wenn der stellvertretende Ministerpräsident in einem Fernsehinterview ganz offen erklärt, dass Homosexualität eine Perversion sei. In so einer gesellschaftlichen Atmosphäre seine Homosexualität offen und frei im Alltag zu leben ist nahezu unmöglich.

Das gilt insbesondere auf dem Land, in der Provinz, in Kleinstädten, wo jeder jeden kennt. Deswegen kommen viele Lesben, Schwulen, Transsexuelle nach Budapest. Sind die Budapester toleranter? Nein. Aber die Großstadt ist anonymer und die Menschen kümmert es weniger, was und wie der Nachbar lebt. Aber Händchen halten in der Öffentlichkeit oder gar ein flüchtiger Kuss unter Männern? So was bitte nur zu Hause – meint die intolerante Mehrheit und hält sich dabei noch für tolerant. Schließlich meinen auch in Ungarn noch einige, dass Kinder homosexuell werden, wenn sie so etwas sehen.

Die Polizei trennt Demonstranten und Gegendemonstranten. Foto: BR | Attila Poth
Die Polizei trennt Demonstranten und Gegendemonstranten. Foto: BR | Attila Poth

Der Aufmarsch durch die Innenstad von Budapest dauert gut zwei Stunden, vom Parlament aus die Andrássy–Straße entlang bis zum Stadtwäldchen. Dort versuchen es die ewig Gestrigen noch einmal: Dutzende schwarz gekleidete Männer drängen über die Absperrung. Nach einigen Minuten hat die Polizei die Situation aber wieder im Griff und verhindert Schlimmeres. Eine Pride ohne solche gewalttätigen Szenen, ohne Absperrungen und ohne Polizei – davon träumen in Ungarn viele. Leider müssen sie noch weiter träumen.

präsentiert von Attila Poth

Impressionen aus Budapest:

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https://backup.ard.wien/2014/03/04/starke-frauen-ana-dragicevic/ https://backup.ard.wien/2014/03/04/starke-frauen-ana-dragicevic/#respond Tue, 04 Mar 2014 11:38:16 +0000 https://backup.ard.wien/?p=2829 Das ist ANA DRAGICEVIC (26) aus Rijeka in Kroatien. Fünf Jahre lang, vom 16. bis zum 21. Lebensjahr, verbrachte sie in der Psychatrie. Dort versuchte man sie mit folterähnlichen Methoden, gesetzeswidrig von ihrer Homosexualität zu heilen. Eingewiesen wurde sie von ihren eigenen Eltern. Ana hat ihr Schicksal aber nicht beschämt vor der noch immer sehr […]

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Ana Dragicevic (26)

Das ist ANA DRAGICEVIC (26) aus Rijeka in Kroatien.

Fünf Jahre lang, vom 16. bis zum 21. Lebensjahr, verbrachte sie in der Psychatrie. Dort versuchte man sie mit folterähnlichen Methoden, gesetzeswidrig von ihrer Homosexualität zu heilen. Eingewiesen wurde sie von ihren eigenen Eltern. Ana hat ihr Schicksal aber nicht beschämt vor der noch immer sehr homophoben kroatischen Gesellschaft verborgen. Sondern sie ist damit mutig an die Öffentlichkeit gegangen. Der Prozess gegen die inzwischen entlassene Klinikleitern läuft noch. Zu Ihren Eltern hat Ana bis heute keinen Kontakt.

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