südost sound – ARD Wien https://www.ard-wien.de ARD Wien Website Thu, 13 Oct 2016 12:42:37 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4 https://hayvan-storage-wordpress-master-studiowien.s3.amazonaws.com/uploads/2016/02/cropped-wien_favicon_512-1-32x32.png südost sound – ARD Wien https://www.ard-wien.de 32 32 Voodoo Jürgens https://backup.ard.wien/2016/10/10/voodoo-juergens/ https://backup.ard.wien/2016/10/10/voodoo-juergens/#respond Mon, 10 Oct 2016 14:00:40 +0000 https://www.ard-wien.de/?p=43107 Der neue Stern am österreichischen Musikhimmel Wir sind am Donaukanal mit Voodoo Jürgens verabredet. Gerade hat er seine erste Platte raus gebracht und damit gleich das österreichische Popalbum des Jahres gelandet. Seitdem feiern die Medien ihn als Wunderkind und Popfigur der Stunde. Seine Konzerte sind im Vorfeld ausverkauft, die Journalisten reißen sich um ihn. Zu […]

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Der neue Stern am österreichischen Musikhimmel

Wir sind am Donaukanal mit Voodoo Jürgens verabredet. Gerade hat er seine erste Platte raus gebracht und damit gleich das österreichische Popalbum des Jahres gelandet. Seitdem feiern die Medien ihn als Wunderkind und Popfigur der Stunde. Seine Konzerte sind im Vorfeld ausverkauft, die Journalisten reißen sich um ihn. Zu unserem Interview kommt er mit der U-Bahn, ich warte am Ausgang Schwedenplatz. Er sei der mit der roten Gitarre, schreibt er mir noch per SMS, damit ich ihn erkenne, als wüsste keiner wie er aussieht – Understatement, das er ernst meint. Artikel auf www.ard-wien.de lesen

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https://backup.ard.wien/2015/06/13/1q-sapro-schnauze-voll-von-ponta-und-den-korrupten/ https://backup.ard.wien/2015/06/13/1q-sapro-schnauze-voll-von-ponta-und-den-korrupten/#comments Sat, 13 Jun 2015 04:00:49 +0000 https://www.ard-wien.de/?p=23649 Der Rapper 1Q Sapro ist kein Prophet. Doch bereits vor mehr als einem halben Jahr singt er dem nicht ohne Grund als Pincocchio verspotteten Victor Ponta voraus was dem amtierenden Premierminister Rumäniens erst dieser Tage blüht: „Dir wächst die Nase beim Reden immer länger, Die Zeit ist um, Pinocchio, für dich wird es enger. Inzwischen […]

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Der Rapper 1Q Sapro ist kein Prophet. Doch bereits vor mehr als einem halben Jahr singt er dem nicht ohne Grund als Pincocchio verspotteten Victor Ponta voraus was dem amtierenden Premierminister Rumäniens erst dieser Tage blüht:

„Dir wächst die Nase beim Reden immer länger,
Die Zeit ist um, Pinocchio, für dich wird es enger.
Inzwischen blicken es echt alle Leute,
Du und die Deinen, ihr schafft Staatsgelder beiseite.“

Und weil auch die Behörde zur Korruptionsbekämpfung  es geblickt hat, ermittelt sie nun seit letzter Woche ganz offiziell gegen Regierungschef Victor Ponta wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Wäre“ 1Q Sapro“ nicht sowieso schon längst eine lebende Legende des rumänischen Hip-Hop  würde  er mit Sicherheit als rappender Pionier der Korruptionsbekämpfung in die Geschichte seines Landes eingehen. Bereits 2007 liest er ganz Rumänien wegen dessen Gleichgültigkeit und Apathie die Leviten: „Rumänien, wach auf, es gibt so viel zu tun und du hängst nur so rum! Rumänien wach auf, sie lassen dich verarmen, verkaufen dich für dumm!“.

Den Grund für die Armut sieht er in der grassierenden Korruption und benennt das Übel ohne Blatt vor dem Mund:  „Für jeden Scheiß an jedem Schalter hörst du: Schieb was rüber, Alter!“ Und: „Was immer, auch das voll normalste, funktioniert erst wirklich, zahl’ste!”. Sieben Jahre und mehrere Tausende wegen Korruption Verurteilte später ist die Anzahl der Gefängnisstrafen für Korrupte  um das Siebenfache gestiegen und 1Q Sapro hämmert inzwischen denjenigen ein, die es noch immer nicht geblickt haben, dass die Anti-Korruptionsstaatsanwälte durchgreifen: “Lass das Stehlen sein,  du brockst dir nur Ärger ein!“

1Q wird im Rumänischen „unchiu“ gelesen und das ist das Wort für Onkel. Er trägt einen gar nicht onkelhaften, sondern  wilden, doppelgezipfelten Rauschebart und hat ein Aufgebot von lokalen Popstars aller Generationen im Tonstudio um sich geschart, um von der „beklagenswerten Nation“ zu rappen, die süchtig scheint nach ihrer „Irrwitz-Tagesration“ aus verhafteten „Politikern mit illegaler Bonifikation“  und Fernsehbildern „der Emotion und Exekution“ von Handschellen tragenden Ministern auf dem Weg in den Knast. Tatsächlich kamen nicht nur während der ersten achtzehn Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus, sondern während der gesamten, mehr als hundertfünfzig Jahre dauernden Existenz eines rumänischen Staates nicht so viele Minister und Parlamentarier wegen Korruption ins Gefängnis wie allein in den letzten sieben Jahren. Ein Premierminister und neun Minister saßen und sitzen teilweise noch wegen Korruption Gefängnisstrafen ab. Weitere fünfundzwanzig, die sich vom Staatshaushalt bedient und bereichert haben,  stehen vor Gericht oder unter Strafverfolgung.

Doch warum singen „Onkel“ Sapro und seine Studiogäste im Refrain vom „Stehlen“ und nicht direkt von der Korruption? Das Verb stehlen ist in Rumänien inzwischen fast zum gängigen Synonym für das korrupte Schmiergeldkassieren geworden. Demonstranten vor dem Regierungsgebäude skandieren wenn sie die Korrupten meinen gegen die Diebe: „Hoții,hoții!“ und das Parlament gilt der Justizreformerin und Initiatorin der Korruptionsbekämpfung, Monica Macovei, schlicht als „Diebesnest“. Laura Codruta Kövesi, die Chef-Staatsanwältin der Behörde zur Korruptionsbekämpfung berichtet trocken von hinterzogenen 310 Millionen Euro, deren Beschlagnahmung 2014 gerichtlich entschieden, aber nur zu 10% vollzogen wurde.  Darum hat „Onkel“ Sapro die Schnauze endgültig voll vom Beschiss durch die korrupten Politiker und weiß mehr als 70% aller Rumänen auf seiner Seite, die wie er hinter der Korruptionsbekämpfung stehen, wenn er am Ende seines Songs grimmig Tacheles redet: „Diebstahl gefährdet unser Gemeinwesen, ist das  klar? Rückt unser Geld wieder raus!“

Mitarbeit: Herbert Gruenwald

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Sein goldener Eckzahn blitz im Scheinwerferlicht. Mädchen kreischen um die Wette, einem jungen Mann versagen die Beine ihren Dienst. „Ich liebe euch!“, ruft Azis auf Deutsch, Serbisch und Bulgarisch in die Menge. Die Fans strecken ihre Arme in die Höhe und singen gemeinsam mit ihrem Idol: „Ale-le-ley, pak… Ale-le-ley, pak…“. Dann wendet Azis der Menge seine Rückseite zu. Verführerisch pendelt sein Hintern und das Publikum tobt. Ob männlich oder weiblich, der bulgarischer Sänger bedient alle Phantasien. Mit diesem Hüftschwung und seinen Pop-Folk Melodien singt sich Azis bereits seit einigen Jahren in die Herzen vieler Bulgaren, Serben und Mazedonier. Vergangen Freitag endlich das erste – heiß ersehnte – Konzert in Wien.

Eine Selbstverständlichkeit ist die große Popularität des bulgarischen Sängers aber nicht: Azis pflegte lange das Image eines Transsexuellen und heiratete 2006 einen Mann. Eine Heirat, die in Bulgarien rechtlich nicht anerkannt ist. In den Herkunftsländern seiner Fans ist die Diskriminierung Homosexueller Alltag. Das Publikum in Wien sieht das anders: „Er ist ein Künstler, er darf das“, sagt der bulgarisch-stämmige Deni. „Man muss Azis als Gesamtkunstwerk sehen“. „Wir mögen ihn nicht als Mann und auch nicht als Frau, sondern einfach als Person“ sagt Branka aus Serbien.

Von seinem Mann hat sich Azis mittlerweile wieder scheiden lassen und sein Äußeres löst keine Skandale mehr aus. Mit Vollbart und ganz ohne Lidschatten und Lippenstift kann man nur noch manchmal seine Vergangenheit erahnen, wenn Azis sein kariertes Hemd aufknüpft und aufreizend an seiner Brust reibt. In einem aktuellen Video prügelt er sich im Dress eines Footballspielers im Schlamm und macht sexuelle Andeutungen mit seiner Duett-Partnerin.

Seine neue Männlichkeit erfreut viele seiner Fans: „Als Mann gefällt er mir viel besser“, sagt Fadil, der mit seiner Freundin das Konzert besucht. „Ich mag seinen Style, vor allem seinen Bart“. Fadil sieht Azis zum Verwechseln ähnlich und trägt die gleiche Gesichtsbehaarung. Auch sein blaues Hemd mit weißen Stickereien erinnert an den Sänger, der gerade auf der Bühne steht. „Das ist Zufall, wir haben eben den gleichen Geschmack.“ Fadil ist nicht der einzige Azis-Doppelgänger im Publikum. Sašа wird von seiner kleinen Tochter immer mit Azis verglichen: „Ich habe meinen Bart schon seit sechs Jahren. Azis hat mich wahrscheinlich kopiert“, sagt Sašа schmunzelnd, dass er selbst aber eine feminine Seite hat, weist er vehement zurück.

Und seine Fans sind sich einig, dass Azis‘ frühere Auftritte mit weiß gefärbtem Bart, Silikonbrüsten und knappen Frauenkleidern nur Show waren: „Irgendwie muss er ja sein Geld verdienen. Als Rom in Bulgarien muss man es erstmal fertigbringen, so berühmt zu werden“, sagt Dashurija, die selbst eine Romni ist. Vielen hier spricht sie damit aus der Seele, denn Azis Erfolg ist erstaunlich. Er widerspricht extrem dem gesellschaftlichen Idealbild auf dem Balkan: „Keiner mag ihn, aber alle lieben ihn“, sagen Claudia und Alexa, zwei Österreicherinnen. Sie haben Bulgarien als Urlaubsland entdeckt und werden seither von Azis magisch angezogen. Mit der Songcontest-Gewinnerin Conchita Wurst könne man Azis aber nicht vergleichen, meint die Bulgarin Cantu. „Conchita Wurst ist nur ein kurzfristiger Medienhype. Azis gehört schon lange zu uns. Er ist unser King of Pop in Bulgarien“.

Mitarbeit: Isabella Purkart

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https://backup.ard.wien/2014/12/10/bosnien-dino-merlin-ein-saenger-der-verbindet/ https://backup.ard.wien/2014/12/10/bosnien-dino-merlin-ein-saenger-der-verbindet/#comments Wed, 10 Dec 2014 10:25:13 +0000 https://www.ard-wien.de/?p=16717 Quelle: Youtube | Dino Merlin Der bosnische Superstar Dino Merlin füllt schon seit drei Jahrzehnten die Hallen auf dem Balkan. Aber auch in Deutschland und Österreich steht der 52-jährige Musiker vor Tausenden auf der Bühne. So war auch das Konzert am Wochenende in Vösendorf bei Wien seit Tagen ausverkauft. Seine Popularität jenseits der Grenzen des […]

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Quelle: Youtube | Dino Merlin

Der bosnische Superstar Dino Merlin füllt schon seit drei Jahrzehnten die Hallen auf dem Balkan. Aber auch in Deutschland und Österreich steht der 52-jährige Musiker vor Tausenden auf der Bühne. So war auch das Konzert am Wochenende in Vösendorf bei Wien seit Tagen ausverkauft. Seine Popularität jenseits der Grenzen des ehemaligen Jugoslawiens ist weniger auf seine zwei Auftritte beim Eurovision-Songcontest zurückzuführen. Vielmehr ist es die Tatsache, dass der jugoslawische Zerfallskrieg seine Landsleute in ganz Europa verstreut hat, wo viele eine neue Heimat gefunden haben. Aber „ihrem“ Dino sind sie alle treu geblieben.

Unsere Redaktionspraktikantin Isabella Purkart hat sich auf dem Konzert in den ohrenbetäubenden Freudentaumel seiner Fans gestürzt.

Kaum hat Dino Merlin die Bühne betreten werden blau-gelbe bosnische Fahnen geschwenkt und wie ein 5.000-köpfiger Chor stimmen die Fans gemeinsam mit ihm seine Lieder an. „Er ist der Godfather of Music für uns Bosnier“, begeistert sich der 30-jährige Mirhet, der mit seinen Freunden extra aus Oberösterreich angereist ist. Ein bis zwei Mal im Jahr tritt Dino Merlin in Österreich auf und bisher haben sie kein einziges Konzert verpasst, „Egal ob in Salzburg, Wels oder Wien – uns ist kein Weg zu weit“, versichert sein jüngerer Bruder Mirel.

Vösendorf: Meldin, Mirhet, Mirel und Fuad (v.l.n.r.) vor Konzertbeginn - Foto: BR | Isabella Purkart
Vösendorf: Meldin, Mirhet, Mirel und Fuad (v.l.n.r.) vor Konzertbeginn – Foto: BR | Isabella Purkart

Die vier bosnisch-stämmigen Oberösterreicher stehen auf die Musik aus dem ehemaligen Jugoslawien, aber mögen auch alles andere, was gerade in den internationalen Charts gespielt wird. Dino Merlin, der mit seiner Mischung aus Pop und Folk eine mehr als dreißigjährige Musikkarriere hinter sich hat, ist für sie kein Sänger wie jeder andere. „Viele Sänger und Sängerinnen aus dem Balkanraum bringen Lieder raus, die man zwei bis drei Monate hört, dann verschwinden sie. Bei seinen Liedern ist es anders“, sagt Fuad.

Mit seiner positiven Art ist Dino Merlin, der als bosnischer Muslim während der Zerfallskriege Jugoslawiens in der Schweiz gelebt hat, bei Vielen beliebt. „Nicht jeder steht auf Dino Merlin, aber ich kenne keinen, der ihn überhaupt nicht mag, egal ob Kroaten, Bosnier oder Serben“, sagt der 21-jährige Meldin. Das mag an seiner großen Toleranz liegen: „Er ist schon ein gläubiger Mensch, er liebt seinen Glauben, respektiert aber auch den Glauben anderer. Deswegen ist er vielleicht auch so beliebt“.

Seine Popularität über nationale Grenzen hinweg zeigte sich bei Dino Merlins Auftritt in Belgrad im Jahr 2011. Dort trat er an drei Abenden hintereinander vor insgesamt fast 60.000 Besuchern auf. Trotz des Boykottaufrufs nationalistischer serbischer Gruppierungen kam es zu keinen Ausschreitungen.

Dino Merlin live bei einem der drei Konzerte in der Belgrader Arena im Jahr 2011 – Quelle: Youtube | Dino Merlin Official

So haben beim Konzert in Vösendorf die meisten Fans ihre Wurzeln in Bosnien, aber Viele auch in Kroatien und Serbien. Der Krieg hat sie aus ihrer alten Heimat vertrieben, aber die gemeinsame Musik weckt offensichtlich unzerstörbare Bande, die tiefer liegen als die Wunden selbst. Diese Begeisterung für Dino Merlins Musik hat sich nicht nur auf die Kinder der Flüchtlings-Generation übertragen. Auch die jungen Wiener Renate und Alexander gehören schon seit Jahren zur Fan-Gemeinde. Ein Hüttenwirt mit jugoslawischen Wurzeln hat sie auf dem Schneeberg mit Merlins Musik „infiziert“. Später haben ihnen bosnische Freunde und ‚Google-Translate‘ beim Verstehen der Texte geholfen. Renate fasziniert, dass die Konzertbesucher die Texte aller Lieder mitsingen können. „Das ist unglaublich, das gibt es bei anderen Konzerten in Österreich nicht so schnell“, und stimmt mit 5.000 anderen zumindest den Refrain mit an.

„Dino Merlin hat so eine innere Ausstrahlung. Und das geht über Sprachgrenzen hinweg. Da muss man die Sprache nicht kennen“, sagt sie. Dino Merlin verbindet nicht nur Generationen und die Völker des ehemaligen Jugoslawiens. „Er ist ein Mensch und er verbindet alle Menschen. Wenn er singt, verbindet er auch Österreicher mit Bosniern“.

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https://backup.ard.wien/2014/08/15/sued-ost-sound-aus-serbien-balkanbrass-trompeten-woodstock-in-serbien/ https://backup.ard.wien/2014/08/15/sued-ost-sound-aus-serbien-balkanbrass-trompeten-woodstock-in-serbien/#respond Fri, 15 Aug 2014 08:00:17 +0000 https://www.ard-wien.de/?p=11843 Jedes Jahr im August verwandelt sich das kleine Dörfchen Guca – 160 Kilometer südlich von Belgrad – mitten in der serbischen Provinz in das Woodstock der Blasmusik, genauer gesagt des „BalkanBrass“. In den 5 Tagen des Trompetenfestivals ziehen über Hundert Blas-Bands, mit ihren schnellen Rhythmen oder schmerzvoll-leidenschaftlichen Melodien, eine halbe Millionen Menschen in ihren Bann. […]

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Jedes Jahr im August verwandelt sich das kleine Dörfchen Guca – 160 Kilometer südlich von Belgrad – mitten in der serbischen Provinz in das Woodstock der Blasmusik, genauer gesagt des „BalkanBrass“. In den 5 Tagen des Trompetenfestivals ziehen über Hundert Blas-Bands, mit ihren schnellen Rhythmen oder schmerzvoll-leidenschaftlichen Melodien, eine halbe Millionen Menschen in ihren Bann.

Serbien: Trompetenfestival in Guca - das Honorar vom Publikum wird entweder auf die schweißnasse Stirn des Musikers geklebt oder in das Instrument gesteckt - Foto:  picture-alliance / dpa
Serbien: Trompetenfestival in Guca – das Honorar vom Publikum wird entweder auf die schweißnasse Stirn des Musikers geklebt oder in das Instrument gesteckt – Foto: picture-alliance / dpa

Dabei geht es wild zu auf den Gassen Gucas. An allen Ecken ist laute Blasmusik zu hören. Bis zu 50 Bands spielen manchmal zeitgleich in dem 3000-Seelen Ort auf. Sie blasen in nur einigen Metern Abstand um Gunst und Geld des feuchtfröhlichen Publikums, denn sie werden von den Gästen bezahlt. Wer einer Band einige Zeit zuhören möchte, muss – nach Balkanart – die Geldscheine entweder auf die schweißnasse Stirn des Musikers kleben oder in das Instrument stecken.

Daneben gibt es auch einen offiziellen Trompeten-Wettbewerb mit hunderten Konzerten. Im Finale treten die besten Orchester vor einer Jury im Dorfstadion auf, und kämpfen um die „Goldene Trompete“, eine  Auszeichnung, die neben Ehre und Ruhm, auch sichere Aufträge bedeutet. Das Fest ist für viele Musiker der Höhepunkt im Jahr, denn im Publikum sitzen auch viele Manager und Konzertveranstalter, die anschießend die besten Gruppen unter Vertrag nehmen.

Präsentiert von: Zoran Ikonic

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https://backup.ard.wien/2014/07/26/teodossii-spassov-jazz-mit-hirtenfloete-suedostsound-11-teil-bulgarien/ https://backup.ard.wien/2014/07/26/teodossii-spassov-jazz-mit-hirtenfloete-suedostsound-11-teil-bulgarien/#respond Sat, 26 Jul 2014 05:00:34 +0000 https://www.ard-wien.de/?p=10835 „Der Kaval: eine lange endgeblasene Flöte mit zylindrischer Bohrung aus Holz. Der Kaval ist das typische Folklore-Instrument Bulgariens,“ so wird die spezifische bulgarische Hirtenflöte im Wörterbüchern beschrieben. Seit es aber Teodossii Spassov gibt, stimmt diese Definition nicht mehr ganz. Denn der Kaval-Virtuose aus der nordbulgarischen Kleinstadt Isperich hat bewiesen, dass dieses auf dem ersten Blick […]

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„Der Kaval: eine lange endgeblasene Flöte mit zylindrischer Bohrung aus Holz. Der Kaval ist das typische Folklore-Instrument Bulgariens,“ so wird die spezifische bulgarische Hirtenflöte im Wörterbüchern beschrieben. Seit es aber Teodossii Spassov gibt, stimmt diese Definition nicht mehr ganz. Denn der Kaval-Virtuose aus der nordbulgarischen Kleinstadt Isperich hat bewiesen, dass dieses auf dem ersten Blick einfache Instrument ungeahnte Möglichkeiten besitzt – weit jenseits der Folklore.

Theodosii Spassov. Fotoquelle: theodosiispassov.com

Teodossii Spassov hat als erster Musiker Jazz auf Kaval gespielt. Die einmalige Mischung aus Folklore, Jazz und klassischer Musik in seinen Kompositionen ist zu seinem Markenzeichen geworden. Schon 1995 bezeichnete „Newsweek“ den damals 34-jährigen Bulgaren als „einen der begabtesten Musiker Osteuropas“. In der Rublik „Das Beste aus dem Osten“ schrieb das US-Magazin: „Spassov bleibt nicht nur am Leben in der postkommunistischen Kulturöde, er schafft eine neue musikalische Gattung.“

Der Ausgangspunkt im Leben von Teodossii Spassov als Kaval-Künstler war natürlich die Folklore. Er war 10 Jahre alt, als er die Schönheit der Kavalmusik entdeckte und ging dann an die Volksmusikschule in der Stadt Kotel. Später wurde ihm an der Musik- und Tanzhochschule in Plovdiv die Folklore zu eng: Er fing an, mit dem Mischen von verschiedenen Musikstilen zu experimentieren. Über 30 Jahre später ist das zur Leidenschaft von Spassov geworden. Er komponiert z.B. Musik für Symphonieorchester und Kaval, spielt zusammen mit Folklore-, Jazz- und klassischen Gruppen und bekannten Solisten verschiedener Musikrichtungen aus der ganzen Welt. Drei Jahre lang war er Teil der weltbekannten irischen Musik- und Tanzshow ”Riverdance”und trat unter anderem eine Zeit lang im „The Gershwin Theatre“ auf dem Brodway in New York auf.

In den letzten Jahren spielt Teodossii Spassov immer öfter mit Kollegen aus dem Balkan. Die Aufführung der Gruppe „Balkanwinde“ – Teodossii Spassov, Vlatko Stefanovski und Miroslav Tadic – löste im Sommer 2006 Begeisterungsstürme auf dem internationalen Jazz-Festival im bulgarischen Kurort Bansko aus. In einem seiner neuesten Projekte – „Hemus Kollektiv“, will Spassov Jazz auf einem Weltniveau mit Balkanwurzeln darstellen. Dafür hat er begabte Musiker belkanischer Herkunft eingeladen: den Klavierspieler Bojan Zulfikarpašić (als Bojan Z bekannt), den Jazzbassisten Martin Gjakonovski und den Schlagzeuger Kostas Anastasiadis. „Hemus Kollektivs“ hat sein erstes Album „Flucht aus der Wirklichkeit“ genannt, als Bestreben nach mehr Geistigkeit und Vitalität in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Für unserer Reihe Südostsound haben wir ihn ausgesucht, weil seine Musik uns einfach wahnsinnig gut gefällt!!!

Dieses Lied hat Spassow extra für den bulgarischen Film „Mera spored mera“ („Jedem das Seine“) komponiert, der über die Befreiungskämpfe der Bulgaren im südwestlichen Teil Bulgariens gegen die Türken erzählt. Der Text des Liedes ist ein sehr bekanntes Gedicht des bulgarischen Dichters und Revolutionskämpfers Pejo Jaworow. Dieses Gedicht widmete er seinem Freund und Kampfgenossen Goze Deltschew – ein sehr bekannter Befreiungskämpfer, der allerdings in diesem Kampf fiel.

„Den denuvam“, bedeutet so viel wie „Ein Tag nach dem anderen“. Die freie Übersetzung, soll einen Eindruck von dem Gedicht vermitteln:

„Ein Tag nach dem anderen – geheime Ecken,
eine Nacht nach der anderen – unbekannte Wege;
kein Vater, der flucht,
keine Mutter, die weint.

Nur ihr – mein Pirin-Gebirge, mein Schwarzes Meer, mein Zarigrader (der alte Name von Konstantinopel/Istanbul) Wein.
Zu den Feinden bin ich ein Feind – jedem das Seine,
zu den Freunden bin ich ein Freund – wegen unserem Glauben;
ich habe weder einen Bruder, noch eine Schwester –
keinen Bruder, der mich lobt,
keine Schwester, die um mich trauert.
Nur meinen Säbel und den scharfen Odriner (aus Edirne) Schnaps.

Der Gott ist Gott – das soll es auch sein.
Der Zar (Sultan) regiert, wie lange noch?
Ich habe keine Geliebte, keine erste Liebe,
die auf mich wartet und mich beweint…
Nur mein Gewehr, schlank wie ein Mädchen aus Thessaloniki.“

präsentiert von Ekaterina Popova

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Achtung akute Ohrwurmgefahr! Wer hier reinklickt, wird in den nächsten Stunden „Wild’s Wasser“ in Endlosschleife vor sich hin summen. Es ist einer der bekanntesten Songs der österreichischen Band „Die Seer“. Und diese Version ist exklusiv für uns. Sängerin Sassy Holzinger allein mit Gitarre. Die hatte sie sich spontan geliehen. Beim „Medienmittelpunkt“, einem Journalistentreffen, im Ausseerland. Also der Region, aus der die in ihrer Heimat äußerst erfolgreiche steirische Band stammt und nach der sie benannt ist.

Die Diskussion am ersten Abend des Medienmittelpunkts war gerade zu Ende. Sassy Holzinger hatte auf dem Podium über die Sehnsucht nach neuen, echten Werten diskutiert, u.a. mit der österreichischen Familienministerin Karmasin und Topmanagerinnen aus der Wirtschaft.
Ihr eigentliches Statement gab sie aber am Ende des offiziellen Teils ab. In der Sprache, die ihr am besten liegt – der Musik.

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https://backup.ard.wien/2014/06/20/sued-ost-sound-aus-ungarn-das-leben-liegt-vor-uns-den-tod-haben-wir-schon-ueberwunden-stephan-ozsvaths-plattenkiste/ https://backup.ard.wien/2014/06/20/sued-ost-sound-aus-ungarn-das-leben-liegt-vor-uns-den-tod-haben-wir-schon-ueberwunden-stephan-ozsvaths-plattenkiste/#comments Fri, 20 Jun 2014 05:00:46 +0000 https://www.ard-wien.de/?p=9241 Mein erstes Rock-Konzert überhaupt habe ich in Túrkeve erlebt, einem Puszta-Kaff im Osten Ungarns. Meine Großeltern und ein Haufen anderer Verwandter lebten dort, man schlachtete Hühner aus dem eigenen Stall, schoss mit Schrotflinten bei Familientreffen die Vögel von den Bäumen, und wartete darauf, dass der erfolgreiche Sohn (nämlich mein Vater) aus dem Westen zu Besuch […]

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Mein erstes Rock-Konzert überhaupt habe ich in Túrkeve erlebt, einem Puszta-Kaff im Osten Ungarns. Meine Großeltern und ein Haufen anderer Verwandter lebten dort, man schlachtete Hühner aus dem eigenen Stall, schoss mit Schrotflinten bei Familientreffen die Vögel von den Bäumen, und wartete darauf, dass der erfolgreiche Sohn (nämlich mein Vater) aus dem Westen zu Besuch kam: Mit rotem BMW oder zitronengelbem Audi, einem Kofferraum voller 8×4-Seife, Kugelschreibern und Wrigley´s Spearmint. Der gute Onkel aus dem Westen brachte Geschenke.

Stephan Familie
Meine Familie vor Beginn des Zweiten Weltkrieges. In der Mitte meine Großeltern und der Zweite von rechts ist mein Vater.

Das Konzert fand in einer kleinen Turnhalle statt, am Rande des 10.000- Einwohner-Städtchens, wo Männer meist schon nachmittags blau wie ihre Arbeitskleidung vom klapprigen Fahrrad fielen, nachdem sie tagsüber in der Werkstatt die LKWs der russischen Armee repariert hatten. Die Nüchternen halfen nach Feierabend Freunden und Bekannten beim Hausbau. Der erste Flaum wuchs über meiner Oberlippe, ein gewisses Jucken machte sich in den Lenden bemerkbar und laute Rockmusik versprach Erleichterung: Eine schöne Abwechslung von den Ungarisch-Stunden im örtlichen Puszta-Museum gegenüber dem Kino „Roter Stern“ und den ermüdenden Texten, die von Mähdreschern, Genossen und dem Plattensee handelten. Es war brütend heiß, der Sound in der kleinen Halle war grottenschlecht, aber die Band war cool. „Edda“ – so hießen die Rocker aus der nordungarischen Industriestadt Miskolc. Und sie bescherten mir eine Stunde pures Glück.

Die Band war Kult im Dorf, in ganz Ungarn, obwohl die Kulturoberen die Lieder von Edda nicht goutierten – oder gerade deshalb. „Ich verlasse die Stadt“ lief auf dem armee-grünen Kassettenrecorder meiner Dorf-Kumpels – wir saßen im Sommer im Straßengraben, um uns Mücken und Mädchen.

So sah er aus: der Retro Kassettenrecorder. Fotoquelle: retrokorszak.blogspot.com

Und wir sangen mit: „Ich verlasse die Stadt“ .Gelegentlich wagte ich die Melange mit meinen West-Kassetten, amagalmierte Aerosmith mit Edda. Und es harmonierte gut. Aber was den Ami-Rockern komplett abging – das war das Schwermütige, das Östliche, das Tiefe, das Melancholische der Ungarn.

Das Vertraute hinter sich lassen. Typisch Pubertät. Aber auch ein Thema der Ungarn. Mein Vater hat seine Heimat 1956 verlassen, enttäuscht. Der Aufstand war für ihn gewesen, „als ob die Sonne aufgeht“. Er hatte in Budapest demonstriert, hatte erlebt, wie die ungarischen Geheimdienstler vor dem ungarischen Radio die Türen der Krankenwagen öffneten und ihre „Gitarren“ (so nannten die Aufständischen die Kalaschnikows) in die Menge hielten. Er hatte als junger Medizinstudent 14-jährige Aufständische sterben sehen, in die Augen verletzter russischer Soldaten geblickt, die voller Todesangst die Ungarn musterten, die ihre Wunden versorgten.

Heute gehen die Ungarn wieder weg. Viktor Orbán hat sie vertrieben, die Trostlosigkeit ungarischer Provinzstädte, der nationalistische, erz-konservative Mief, die wirtschaftliche Aussichtslosigkeit. Eine halbe Million Ungarn sind schon weg. Doppelt so viele wie nach dem Aufstand 1956 vor den Russen abgehauen sind, flüchten heute nach London, Berlin oder Wien.

Geblieben sind die alten Rocker. „Edda“ tourt immer noch durch Ungarn – die Musiker sind mit mir gealtert. Ein bisschen schwerhörig vermutlich, ein paar Kilo mehr auf den Rippen als vor 35 Jahren, weniger Haare auf dem Kopf, dafür mehr woanders – eine Art Evolution im Rückwärtsgang. Die Band Skorpió, die ungarischen Möchtegern-Led-Zeppelin, habe ich als 14-Jähriger am Balaton gehört , gesehen und gespürt, oh ja – ohne das Eintrittsgeld in Forint zu bezahlen. Meine Eintrittskarte war ein roter Abdruck auf dem Rücken. Ein ungarischer Zivil-Polizist hatte mir seinen stählernen Teleskop-Knüppel ins Kreuz gehauen, ich konnte ihm aber entwischen. Meinen Kumpel Tibor rettete die Band. „Der gehört zu uns“, sagten sie dem Polizisten, als Tibor unter der Bühne im Backstage-Bereich hervor gekrochen kam. Eine Ahnung vom kleinen Aufbegehren im großen Ost-Block.

To Beat or not to Beat

Durch Höhen und Tiefen ist P.Mobil gegangen. Die Band machte sich über die sozialistischen Slogans lustig und propagierte die „unverbrüchliche Freundschaft zwischen Publikum und Band“. Und Bandleader Loránt Schuster pries seine Gruppe als „Lieblingskapelle der ungarischen Arbeiter, Bauern und der Intelligentsia“. Kein Wunder, dass P.Mobil – das Perpetuum mobile der ungarischen Rockmusik – sich zwar drehte, aber nicht in offiziellen Bahnen: Das ungarische Radio, die Chanson-Kommission und das Ungarische-Tonaufnahmen-Kombinat boykottierten die Lieder von P.Mobil. Heute spielt die Band auf Veranstaltungen der rechtsextremen Jobbik und besingt die rot-weiß-grüne Fahne, während Spaßvögel der Linken ironisch dem „weisen Führer Viktor Orbán“ huldigen. Früher waren P.Mobil für mich einfach nur Rebellen: die ungarische, die Ost-Ausgabe von „Black Sabbath“, mit schwerem, verzweifelten Hard-Rock.

Die Arbeiterzigarette. Fotoquelle: dohanymuzeum.hu

„Die letzte Zigarette“ kündete von endgültigem Abschied. P.Mobil lieferten damit den Soundtrack zu den Arbeiter-Zigaretten der Marke „Fecske“ (Schwalbe), mit denen wir Jungs damals unsere Lungen entjungferten. 4 Forint 40 für zwanzig Stück, die wir im Schatten der Akazien-Bäume teilten.

Mein zweit-coolstes Accessoire aber war für mich West-Geborenen der Gürtel der ungarischen Jung-Pioniere, mit der programmatischen Aufschrift: „Vorwärts“.

Und so saßen wir auf dem Marktplatz dieses kleinen Puszta-Kaffs, ließen die Beine von den steinernen Verkaufstischen baumeln, ließen die Zeit vorbeifließen wie zähen Sirup, quatschten über Mädchen – und fühlten uns riesig groß. „Und wenn Du sagst: Fang ein neues Leben an. Die Antwort ist nur: Zwei geht nicht“, heißt es im Refrain der „letzten Zigarette“. Es ist die Hymne der letzten, der einzigen Chance. Der Gelegenheit, die nie wieder kehrt. Ein Song wie das Leben.

Spätzünder

„Vorwärts“ stand auf meinem coolsten Accessoire, der Gürtelschnalle der Jungpioniere. Fotoquelle: antikregiseg.hu

Das passte irgendwie zu Ungarn, die Leute wollten nach vorn, es lag was in der Luft, aber waren fast zu spät dran. Was ich im Westen schon längst im Radio gehört hatte, kam mit fünf, sechs Jahren Verspätung auch bei den Magyaren an. Und immer klang es wie….in den Arrangements, dem Stil, da war eine Prise Led Zeppelin, ein Schuss Black Sabbath – der ewige Vergleich, der Wettkampf der politischen Systeme fand auch in der Musik statt.

Die ungarischen Bands waren analoger, mittiger, melancholischer. Da war immer diese Hammond-Orgel, die die ungarischen Rocker aus den Deep Purple-Untiefen und Doors-Drogentrips gehoben und in die ungarische Tiefebene verpflanzt hatten. Das ist, als ob eine Zeitmaschine stehen geblieben wäre: Verdammt in aller Ewigkeit. Das Substrat ist die Melancholie, die Haupt-Essenz des Romantikers. Und das sind die Ungarn. Sie sehen sich als Freiheitskämpfer, die aber immer an fremden, an größeren Mächten scheitern. So sind romantische Helden, sie inszenieren das Scheitern mit großer Pose – und das Tragische ist: Sie träumen die Zukunft in der Vergangenheit, als ob es da übersichtlicher gewesen wäre.

Aus den Tiefen der jüngeren Vergangenheit ist die Glamour-Rockband „Omega“ auferstanden – gemeinsam mit den Scorpions haben sie jetzt auf dem Budapester Heldenplatz gerockt, bezahlt von der Regierung.Per Video-Leinwand wurde auch eine Rede gezeigt, die Viktor Orbán 1989 an gleicher Stelle gehalten hat: Mit langen Haaren und Schnurrbart und in verschwurbeltem Ungarisch forderte er damals den Abzug der Russen aus Ungarn. Seinerzeit eine Heldentat. 25 Jahre später wird sein mediales Abbild ausgebuht, auch neulich schon in einem ungarischen Fußball-Stadion – Wahlsieg hin oder her. Es kann also schief gehen, wenn man sich propaganda-mäßig an den Kometenschweif einer Stadion-Rock-Band hängen will. Wind of change – damit kann jetzt auch der gemeint sein, der die Seiten gewechselt hat und die Welt nun als ungarischer Ministerpräsident betrachtet.

Hello Gagarin

Am 12. August 1961 – gut vier Jahre vor meiner Geburt – besuchte der russische Kosmonaut Jurij Gagarin („die Propaganda-Waffe auf zwei Beinen“ ) die südungarische Bergbau-Stadt Pécs. Er wurde damals im Restaurant „Olympia“ bewirtet – das war abseits des Zentrums, in der ehemaligen „Stalinstadt“, dem Stadtteil der Kumpel.

Fast 50 Jahre später steige ich mit einem Mikrophon und meinem Aufnahmegerät in den Keller des ehemaligen Restaurants, das der Liedermacher Tamás Cséh als den zentralen Anlauf-Punkt zum Anbaggern von Mädchen in einem Lied verewigt hatte. Das legendäre „Olympia“ ist einer faden Kneipe und einem Fitness-Studio gewichen. Heimische Bands proben in den Katakomben des ehemaligen „Olympia“ – auch 30 Y, die nach einer Nachtbus-Linie in Szombathely benannt sind, wo die Beck-Brüder (Gesang, Schlagzeug) einmal gelebt haben.

Auf dem 30 Y-Video zum Song „Városember“ (Stadtmensch) sind auch ein paar Hochhäuser der ehemaligen „Stalinstadt“ zu sehen, heute heißt der Pécser Stadtteil „Uranstadt“ – das ist politisch weniger verfänglich und ist auch nicht falsch, schließlich wurde in Pécs früher Uran abgebaut. Anlässlich des Kulturhauptstadt-Jahres 2010 wurden die Hochhäuser mit Bonbon-Farben aufgehübscht. Aus der etwas schmuddeligen Zechen-Siedlung ist eine aufgebrezelte Tussi geworden, mit dem etwas Zuviel an Schminke.

30 Y-Sänger Zoltán Beck ist da ganz anders, er ist eine Mischung aus James Dean und Kurt Cobain. Auch er verkörpert dieses Rebellische und zugleich Melancholische. Und er schreibt wunderbar poetische Lieder, über den eigenen Grab-Kranz, der zu breit für den Bürgersteig ist, über die mit Folklore-Blumen bestickten Kissen, die auf den Auszieh-Betten des Sozialismus lagen, darüber, die Bude der Alten anzuzünden oder endlich einmal aus dem Rahmen zu fallen und mit einer Frau ins Bett zu gehen, deren Namen man schon am nächsten Morgen vergessen hat. Wütende Zeilen, eingebettet in schöne Hook-Lines, Melodien zum Mitsummen, und krachende Gitarren, intelligent dosiert. Die Band nimmt die Pose des Grunge ein – herübergeschwappt aus Seattle nach Ungarn. Kurz bevor Pécs 2010 Kulturhauptstadt Europas wurde, haben wir im Proberaum der Band unter dem ehemaligen „Olympia“ einen dieser ziemlich guten Abende verbracht, benebelt vom Wein eines befreundeten Balaton-Winzers, elaborierter Rock-Musik und Lebensweisheiten, die schwer wie die süßlichen Rauchschwaden in Kiffer-Höhlen in der Luft hingen: „Niemand fährt den Bus“, heißt es auf der 30Y-Website, „jeder glaubt, das Leben ist vorne und der Tod hinten“.

Der Besuch des russischen Kosmonauten Gagarin 1961 gehört in Ungarn zum Allgemeingut. Das Budapester „Pannonian Allstars Ska Orchestra“ lässt ihn nach der politischen Wende noch einmal lässig aus der Sojus-Kapsel auf die Welt da unten spucken. Ein Gruß aus der Vergangenheit. Er winkt aus dem Museum des Sozialismus. „ Hello Gagarin!“ winken die Ungarn augenzwinkernd zurück. Tschüß Ostblock ! Willkommen Welt !

„Ich rolle es ein“ bedeutet Beshodrom auf Ungarisch – und jeder weiß, was damit gemeint ist, Schnapsflaschen passen ja nicht ins Zigarettenpapier. In der Sprache der ungarischen Roma-Pferdehändler, der Lovara, heißt die Budapester Brass-Band etwa „auf der Straße galoppieren“. Und so sind Beshodrom. Die Musiker werden zu Tataren, wir zu den entführten Mädchen, die sie quer über den Sattel legen. Und gemeinsam donnern wir einmal über die Puszta, den Balkan, durch siebenbürgische Täler, jüdische Schtetl und wieder zurück. Schweißtreibend, herzzerreißend, balkanisch, roh und zugleich virtuos sind sie. Besh O Drom strotzen vor Witz und Spielfreude – sie sind das Gegenstück zum humorlosen Speckbraten-Ungarn vor rot-weiß-grüner Trikolore, die erfrischende Alternative zum Großungarn-Rock, mit dem Bands wie Kárpátia heute Hallen füllen und den Soundtrack zum politischen Rechtsruck im Land liefern.

Karpatia bei einem ihrer Auftritte.

Besh O Drom dagegen sind bunt und multikulti, sie stehen für ein Ungarn, das modern ist und die Musik-Traditionen aus der ganzen Balkan-Region wie ein großer Staubsauger aufnimmt. Besh o Drom repräsentieren den lustigen Teil des Lebens vor dem unweigerlichen Ende. Ein lautes JETZT ERST RECHT mit 200 Beats pro Minute !!!! Sie lassen uns die Illusion, dass das Leben vor uns liegt – und wir den Tod schon längst überwunden haben.

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Präsentiert von Astrit Ibro

Alida Hisku hatte ihre ersten Auftritte mit 13 Jahren beim nationalen Liederfestival von „Radio Tirana“ und im albanischen Fernsehen im Jahr 1970. Dieses Festival war und ist bis heute das wichtigste Musikereignis in Albanien. Im Jahr 1974 gewann sie dann mit dem Lied „Die Mädchen meines Dorfes“ den ersten Preis. Insgesamt nahm sie zehn Mal teil und errang neben den beiden Siegen fünf Mal den zweiten Platz. Proben, Auftritte und Aufnahmen absolvierte Alida Hisku begleitend zu ihrer Schulausbildung und ihrer Arbeit in einer Druckerei. Immer wieder begeisterte sie auch auf Tourneen durch verschiedene europäische Länder das nicht-albanische Publikum.

Alida Hisku - Fotoquelle: alida-hisku.net
Alida Hisku – Fotoquelle: alida-hisku.net

1982 wurde Hisku dann von der albanischen Geheimpolizei, der Sigurimi verhaftet und in einem Schauprozess wegen „Agitation und Propaganda gegen die Regierung“ verurteilt. Sie hatte kritische Gedanken über die ärmlichen Zustände in Albanien in ihrem Tagebuch festgehalten.

Darin formulierte sie was das Herz ihr sagte und was sie in der Realität gesehen hatte: „ … heute am ersten Jahrestag des Todes meiner geliebten Mutter bin ich sehr traurig. Das Leben scheint mir wie eine Hölle. Hier, wo ich bin, fressen selbst die Hühner nur Steine. Die Bauern arbeiten so hart und haben doch nur ein schlechtes, elendes Leben…“, diese Sätze wurden Alida Hisku zum Verhängnis.

In der Folge durfte sie nicht mehr arbeiten und nicht mehr auftreten. Sie ließ sich danach von ihrem Mann scheiden und konnte mit vielen Schwierigkeiten das Sorgerecht für die beiden Söhne erlangen. 1990 flüchtete sie mit ihren Kindern nach Deutschland, heiratete einen Optiker und bekam noch eine Tochter.

Als ausländischer Gaststar wurde Alida Hisku dann erneut zum nationalen Liederfestival 2012 nach Albanien eingeladen. Seit dem singt sie auch wieder in ihrer Heimat. Sie hat inzwischen ein Album namens „Die Rückkehr“ herausgegeben, auf dem sie auch mit ihrem Sohn zu hören ist, der Albanien mit 4 Jahren verlassen hat. Über ihr Leben hat Alida Hisku ein Buch geschrieben, Titel „Die Hofnärrin des Diktators“ (die korrekte Übersetzung: „Die Hofnarren des Diktators“) – Von der Propaganda missbraucht, vom Publikum geliebt, von den Mächtigen verboten.“ Das Buch ist eine Autobiographie über das Leben in zwei Systemen.

Alida Hisku – „Die Gitarre der Jugend“, gesungen 2006 (Quelle: Youtube | mattmin45)

http://youtu.be/Yhz8gsiFusU
Ich habe Alida Hisku ausgewählt, nicht weil sie die beste Sängerin Albaniens war, sondern weil sie ein tragisches Leben hat, ein Symbol für den Umgang des kommunistischen Regimes mit Künstlern ist. Anfang der 70-er Jahre gab es eine Tendenz in der albanischen Musik, westliche Elemente einzuführen. In diesem Geist fand auch das 11. Nationale Liederfestival von „Radio Tirana“ und im albanischen Staatsfernsehen im Dezember 1972 statt, das von der damaligen kommunistischen Partei stark kritisiert wurde. Einige Komponisten und Sänger wurden in der Folge in Provinzstädte zur Umerziehung geschickt, andere durften gar nicht mehr singen. Bei den folgenden Festivals hat man wieder Lieder über Fabriken, Bäuerinnen, Kumpel und die Arbeiterklasse aufgeführt. Dazu gehört auch das Lied „Die Mädchen meines Dorfes“, das zwei Jahre nach diesem berühmt-berüchtigten Festival entstand.

Alida Hisku – „Die Mädchen meines Dorfes“ (Quelle: Youtube | jashar berxolla)


Hier der Text in einer freien Übersetzung:

Am Ufer des Flusses meines Dorfes,
kommen die Mädchen heute aus dem Feld,
der Schweiß glänzt auf ihrer Stirn.

Das Glück wächst heute.
Unsere Mädchen mit goldenen Händen.
Sie selbst sind wie Blumen,
die Blumen unserer Freude.

Mit dem Getreide des Feldes,
mit der Duft des Berges,
mit Heldenliedern,
haben die Mädchen ihre Gestalt erhöht.

Inmitten des Windes, des Feldes,
Inmitten des Windes, des Berges,
wächst die Liebe der Mädchen,
für die Jungen des Dorfes.

Am Ufer meines Dorfes,
wachsen die tapferen Mädchen auf,
um über die Freiheit zu wachen.

Ihre Arme goldfarbig,
durch die Sonne des Südes.
Ihre Träume sind,
voll wie Weizenkörne auf dem Feld.

Refrain

Mit dem Getreide des Feldes,
mit der Duft des Berges,
mit Heldenliedern,
haben die Mädchen ihre Gestalt erhöht.

Inmitten des Windes, des Feldes,
Inmitten des Windes, des Berges,
wächst die Liebe der Mädchen,
für die Jungen des Dorfes.

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In der rumänischen Undergroundmusik Szene ist sie längst ein Star: Oana Maria Zaharia. Die Frontfrau und Sängerin der Bands Fanfare Extraterestra und Poetrip. ARD Korrespondentin Susanne Glass ist auf Hausbesuch bei der berühmten Künstlerin.

Bericht: Susanne Glass, Kamera: Alex Goldgraber, Schnitt: Günter Stöger

Sie macht Experimentalmusik, vertont ihre eigenen sehr persönlichen Gedichte. Wir haben sie auf unserem Blog vor einiger Zeit unter der Rubrik „starke Frauen“ vorgestellt, weil Oana es geschafft hatte, erfolgreich gegen Korruption innerhalb der rumänischen Regierung zu protestieren. Ihr Zuhause ist genauso außergewöhnlich wie sie selbst. Denn Oana lebt mit anderen jungen Künstlern in einer alten Gründerzeitvilla in Bukarest. Sie haben das Gebäude vor dem totalen Zerfall bewahrt.

Mehr dazu auch in der Sendung „Stadtspaziergänge“ des Bayerischen Fernsehens am Montag 09.06.2014, um 17:30 Uhr.

Ein Kurzporträt zum Weiterlesen in unserer Rubrik „Starke Frauen“

 

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